KI-Dienstleister auswählen
Bevor Sie Anbieter vergleichen, legen Sie fest, was Sie beauftragen. Diese Seite ist aus Sicht des Auftraggebers geschrieben: was vor dem ersten Gespräch feststehen sollte, welche Anbietertypen es gibt, welche Vertragsform wann passt und woran Sie ein schwaches Angebot erkennen.
- KI-Dienstleister
- Ein KI-Dienstleister ist ein Unternehmen, das KI-Systeme für Auftraggeber konzipiert, baut und betreibt, von der Anforderungsklärung bis zum laufenden Betrieb. Die vier Anbietertypen (Beratungshaus, Einzel-Freelancer, Plattformanbieter, KI-Agentur mit Betrieb) unterscheiden sich weniger in der Technik als in dem, was nach der Vertragsunterschrift passiert: wer den Code besitzt, wer den Betrieb übernimmt und wer haftet, wenn die Trefferqualität sinkt.
Vier Typen von KI-Dienstleistern, und was nach der Unterschrift passiert
Keiner davon ist von vornherein richtig. Der Typ entscheidet, was nach dem Piloten mit Ihnen passiert.
Ein Kunde aus dem Landkreis Freising hat uns 2026 drei Angebote für denselben Chatbot gezeigt: 9.000, 27.000 und 31.000 Euro. Das teuerste enthielt zwei Jahre Betrieb, das günstigste endete mit der Präsentation. Der Preis sagte nichts, der Typ alles.
Fünf Dinge, die Sie vor dem ersten Gespräch festlegen
Stehen diese fünf Punkte, bekommen Sie von jedem Anbietertyp ein vergleichbares Angebot. Fehlen sie, vergleichen Sie fünf verschiedene Projekte.
Zehn Fragen für das erste Gespräch mit einem KI-Dienstleister
Stellen Sie alle zehn jedem Anbieter. Eine ausweichende Antwort ist eine Antwort.
Wie viele Systeme laufen bei Kunden im Betrieb?
Piloten zählen nicht. Bitten Sie darum, ein laufendes System zu sehen, mit einem Kunden, der auf Nachfrage bestätigt. Unsere drei Fallstudien stehen mit Zahlen auf der Seite Case Studies.
Was bekommen wir bei der Übergabe?
Quellcode, Konfiguration, Betriebsanleitung, Zugangsdaten. Fragen Sie, ob das System weiterläuft, wenn der Anbieter morgen nicht mehr erreichbar ist.
Wie messen Sie, ob das System richtig arbeitet?
Wer misst, wie oft, nach welchem Maßstab. Bei uns laufen 100 Testszenarien in 8 Kategorien regelmäßig gegen das Produktivsystem, nicht nur bei der Abnahme.
Was passiert, wenn das Modell einen Fehler macht?
Jedes Sprachmodell macht Fehler. Die Frage ist, ob das System Unsicherheit erkennt, an einen Menschen übergibt und den Fall protokolliert.
Festpreis oder Aufwand?
Beides kann passen. Wichtig ist, dass im Angebot steht, was mit Änderungswünschen passiert und ab wann eine Änderung Geld kostet.
Wo laufen die Daten und die Modelle?
EU-Rechenzentrum, eigener Server, Anbieter in den USA. Wer die DSGVO ernst nimmt, kann das für jede Komponente sagen, inklusive Auftragsverarbeitungsvertrag.
Wer schreibt die Dokumentation nach EU AI Act?
Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50. Fragen Sie, ob Systemregister, Risikoeinordnung und technische Beschreibung zur Übergabe gehören oder extra kosten.
Wer ist nach der Abnahme mein Ansprechpartner?
Name und Telefonnummer. Wenn die Antwort „unser Support“ lautet, fragen Sie nach der Reaktionszeit in Stunden und nach dem Preis des Betriebs pro Monat.
Was raten Sie uns ab?
Ein Anbieter, der jede Idee bauen will, verkauft. Einer, der zwei von fünf Ideen streicht und das begründet, berät. Wir sagen im Erstgespräch, wenn ein Projekt nicht trägt.
Was kostet der Betrieb im zweiten Jahr?
Hosting, Modellnutzung, Betreuung. Wenn der Anbieter diese Zahl nicht nennen kann, kennt er seine eigenen Kosten nicht oder will sie nicht nennen.
Drei Vertragsformen im Vergleich
Die Vertragsform verteilt das Risiko. Fragen Sie nicht, welche die beste ist, sondern welche zu Ihrem Kenntnisstand über das Projekt passt.
| Vertragsform | Wann sie passt | Risiko beim Kunden | Risiko beim Anbieter | Worauf Sie achten |
|---|---|---|---|---|
| Festpreis | Anforderung ist klar, Daten sind gesichtet, Umfang steht | Änderungswünsche kosten extra, weil der Preis auf dem Umfang beruht | Unterschätzter Aufwand geht zu seinen Lasten | Änderungsverfahren im Vertrag, Abnahmekriterien als Zahl |
| Aufwand mit Deckel | Anforderung ist noch unscharf, Daten sind unbekannt, Pilot | Zahlt bis zum Deckel, auch wenn das Ergebnis dünn bleibt | Kann über dem Deckel nichts nachfordern | Wöchentlicher Bericht, Deckel als harte Grenze, Abbruchrecht |
| Retainer für den Betrieb | System läuft, braucht Pflege, Modellwechsel und Ansprechpartner | Zahlt monatlich, auch in ruhigen Monaten | Muss Reaktionszeiten halten, auch bei fremden Änderungen | Reaktionszeit in Stunden, Leistungskatalog, Kündigungsfrist |
Bei uns ist das Konzept ein Festpreis, weil wir die Daten vorher gesichtet haben. Der Betrieb ist ein monatlicher Betrag mit Leistungskatalog. Der Vertrag steht unter deutschem Recht, die Rechnung kommt in Euro, das Angebot als Nummer im Kundenportal.
Sechs Warnzeichen in einem Angebot
Keines davon ist allein ein Ausschluss. Zwei zusammen sind ein Grund, noch einmal nachzufragen.
Liefertermin vor der Anforderung
Ein Datum, bevor jemand die Daten gesehen hat, ist geraten. Fragen Sie, worauf die Schätzung beruht.
Referenzen ohne Zahlen
„Erfolgreich eingeführt bei einem Mittelständler“ sagt nichts. Ein Ergebnis hat eine Zahl, einen Zeitraum und einen Kunden, der es bestätigt.
Kein Wort zum Betrieb
Ein Angebot, das mit der Abnahme endet, verlagert das teuerste Jahr auf Sie. Fragen Sie nach Seite zwei.
Alles ist möglich
Ein Anbieter, der keiner Ihrer Ideen widerspricht, hat entweder nicht zugehört oder verkauft Stunden.
Datenschutz als Fußnote
Wenn der Auftragsverarbeitungsvertrag auf Nachfrage kommt und der Speicherort der Modelle unklar bleibt, wird es später teuer.
Der Code bleibt beim Anbieter
Eine Lizenz statt einer Übergabe bindet Sie an den Anbieter. Das kann bei Plattformen in Ordnung sein, muss aber im Preis sichtbar sein.
KI-Agentur, Beratungshaus oder Freelancer: fünf Kriterien
Eine offene Gegenüberstellung mit uns in der letzten Spalte. Wo ein anderer Typ besser passt, steht das drin.
| Kriterium | Großes Beratungshaus | Einzel-Freelancer | Kuroko Labs |
|---|---|---|---|
| Vertragsform | Rahmenvertrag, Tagessätze, Vorstudie | Stundensatz, selten Festpreis | Festpreis im Konzept, Betrieb monatlich |
| Eigentum am Code | Meist ja, oft mit Lizenz auf eigene Frameworks | Verhandlungssache, oft ungeregelt | Code und Dokumentation gehen mit der Abnahme an Sie |
| Betrieb nach Abnahme | Eigene Betriebsorganisation, hohe Mindestpauschale | Solange die Person verfügbar ist | Monatlicher Betrieb mit Leistungskatalog, dasselbe Team wie im Bau |
| Referenzen mit Zahlen | Große Logos, Zahlen meist unter Verschluss | Selten veröffentlicht | Drei Fallstudien mit Zahlen, unter anderem 94 Prozent weniger Aufwand beim ersten Kunden |
| Ansprechpartner | Wechselt mit der Projektphase | Eine Person, ohne Vertretung | Eine Person, mit Vertretung, Vor-Ort-Termine im Großraum München |
KI-Dienstleister auswählen: häufige Fragen
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Bringen Sie die fünf Festlegungen mit. Wir sagen Ihnen, ob wir in die engere Wahl gehören.
Wenn ein anderer Anbietertyp besser passt, hören Sie das im ersten Gespräch. Wenn wir passen, bekommen Sie die erste Einordnung schriftlich.