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KI-Dienstleister · Auswahl und Vergleich

KI-Dienstleister auswählen

Bevor Sie Anbieter vergleichen, legen Sie fest, was Sie beauftragen. Diese Seite ist aus Sicht des Auftraggebers geschrieben: was vor dem ersten Gespräch feststehen sollte, welche Anbietertypen es gibt, welche Vertragsform wann passt und woran Sie ein schwaches Angebot erkennen.

Vier AnbietertypenZehn FragenDrei VertragsformenSitz bei München
3
Veröffentlichte Fallstudien
alle mit Zahlen, alle im Betrieb
7
Schritte im Kundenportal
von der Anfrage bis zum Betrieb
ab 5.000 €
Projektgröße
Festpreis im Konzept
0 €
Erstgespräch
auch wenn wir abraten
KI-Dienstleister
Ein KI-Dienstleister ist ein Unternehmen, das KI-Systeme für Auftraggeber konzipiert, baut und betreibt, von der Anforderungsklärung bis zum laufenden Betrieb. Die vier Anbietertypen (Beratungshaus, Einzel-Freelancer, Plattformanbieter, KI-Agentur mit Betrieb) unterscheiden sich weniger in der Technik als in dem, was nach der Vertragsunterschrift passiert: wer den Code besitzt, wer den Betrieb übernimmt und wer haftet, wenn die Trefferqualität sinkt.
01 Anbietertypen

Vier Typen von KI-Dienstleistern, und was nach der Unterschrift passiert

Keiner davon ist von vornherein richtig. Der Typ entscheidet, was nach dem Piloten mit Ihnen passiert.

Ein Kunde aus dem Landkreis Freising hat uns 2026 drei Angebote für denselben Chatbot gezeigt: 9.000, 27.000 und 31.000 Euro. Das teuerste enthielt zwei Jahre Betrieb, das günstigste endete mit der Präsentation. Der Preis sagte nichts, der Typ alles.

Großes Beratungshaus
Stark bei Anbindung an SAP oder Datev und bei Dokumenten, die eine Prüfung überstehen müssen. Lange Vorlaufzeit, hohe Mindestsumme, das Team nach der Vorstudie ist selten das Team im Betrieb.
Einzel-Freelancer
Schnell und günstig bis zum Prototyp. Das Risiko sitzt in einer Person: Urlaub, Krankheit, ein besseres Angebot. Verlangen Sie Übergabe und Dokumentation ab dem ersten Tag.
Plattformanbieter
Über eine Oberfläche in wenigen Wochen konfiguriert, für Standardanfragen ausreichend. Bei eigenen Daten, mehreren Sprachen oder Anbindung an Fachanwendungen endet die Konfiguration, und der Code gehört Ihnen nie.
KI-Agentur mit Betrieb
Baut und betreibt, meist mit Festpreis für das Konzept und einer monatlichen Pauschale für den Betrieb. Hier sitzen wir. Kleiner als ein Beratungshaus, dafür bleibt das Team dasselbe.
02 Vorbereitung

Fünf Dinge, die Sie vor dem ersten Gespräch festlegen

Stehen diese fünf Punkte, bekommen Sie von jedem Anbietertyp ein vergleichbares Angebot. Fehlen sie, vergleichen Sie fünf verschiedene Projekte.

Der Prozess
„Kundenanfragen beantworten“ ist zu grob. „Von 300 Rücksendeanfragen im Monat die 60 Prozent Standardfälle“ ist ein Auftrag.
Die Nutzer
Wer arbeitet damit, wie viele Personen, in welcher Abteilung. Sachbearbeitung im Lager braucht etwas anderes als die Geschäftsführung.
Die Daten
Welche Daten dürfen in eine Cloud, welche nicht. Wenn nichts das Haus verlassen darf, gehört ein lokales Sprachmodell in die Anfrage.
Das Erfolgskriterium
Zeit pro Vorgang, Fälle pro Woche, Fehlerquote. Als Zahl, nicht als Absicht. Ohne Zahl kann kein Anbieter einen Festpreis nennen.
Der Betrieb
Wer im Haus übernimmt das System nach der Abnahme. Wenn niemand, muss der Anbieter den Betrieb anbieten, und das gehört in die Anfrage.
03 Auswahlgespräch

Zehn Fragen für das erste Gespräch mit einem KI-Dienstleister

Stellen Sie alle zehn jedem Anbieter. Eine ausweichende Antwort ist eine Antwort.

01

Wie viele Systeme laufen bei Kunden im Betrieb?

Piloten zählen nicht. Bitten Sie darum, ein laufendes System zu sehen, mit einem Kunden, der auf Nachfrage bestätigt. Unsere drei Fallstudien stehen mit Zahlen auf der Seite Case Studies.

ReferenzenBetrieb
02

Was bekommen wir bei der Übergabe?

Quellcode, Konfiguration, Betriebsanleitung, Zugangsdaten. Fragen Sie, ob das System weiterläuft, wenn der Anbieter morgen nicht mehr erreichbar ist.

EigentumÜbergabe
03

Wie messen Sie, ob das System richtig arbeitet?

Wer misst, wie oft, nach welchem Maßstab. Bei uns laufen 100 Testszenarien in 8 Kategorien regelmäßig gegen das Produktivsystem, nicht nur bei der Abnahme.

QualitätMessung
04

Was passiert, wenn das Modell einen Fehler macht?

Jedes Sprachmodell macht Fehler. Die Frage ist, ob das System Unsicherheit erkennt, an einen Menschen übergibt und den Fall protokolliert.

AufsichtProtokoll
05

Festpreis oder Aufwand?

Beides kann passen. Wichtig ist, dass im Angebot steht, was mit Änderungswünschen passiert und ab wann eine Änderung Geld kostet.

VertragÄnderungen
06

Wo laufen die Daten und die Modelle?

EU-Rechenzentrum, eigener Server, Anbieter in den USA. Wer die DSGVO ernst nimmt, kann das für jede Komponente sagen, inklusive Auftragsverarbeitungsvertrag.

DSGVOHosting
07

Wer schreibt die Dokumentation nach EU AI Act?

Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50. Fragen Sie, ob Systemregister, Risikoeinordnung und technische Beschreibung zur Übergabe gehören oder extra kosten.

EU AI ActDokumentation
08

Wer ist nach der Abnahme mein Ansprechpartner?

Name und Telefonnummer. Wenn die Antwort „unser Support“ lautet, fragen Sie nach der Reaktionszeit in Stunden und nach dem Preis des Betriebs pro Monat.

BetriebErreichbarkeit
09

Was raten Sie uns ab?

Ein Anbieter, der jede Idee bauen will, verkauft. Einer, der zwei von fünf Ideen streicht und das begründet, berät. Wir sagen im Erstgespräch, wenn ein Projekt nicht trägt.

BeratungEhrlichkeit
10

Was kostet der Betrieb im zweiten Jahr?

Hosting, Modellnutzung, Betreuung. Wenn der Anbieter diese Zahl nicht nennen kann, kennt er seine eigenen Kosten nicht oder will sie nicht nennen.

KostenBetrieb
04 Vertragsformen

Drei Vertragsformen im Vergleich

Die Vertragsform verteilt das Risiko. Fragen Sie nicht, welche die beste ist, sondern welche zu Ihrem Kenntnisstand über das Projekt passt.

VertragsformWann sie passtRisiko beim KundenRisiko beim AnbieterWorauf Sie achten
FestpreisAnforderung ist klar, Daten sind gesichtet, Umfang stehtÄnderungswünsche kosten extra, weil der Preis auf dem Umfang beruhtUnterschätzter Aufwand geht zu seinen LastenÄnderungsverfahren im Vertrag, Abnahmekriterien als Zahl
Aufwand mit DeckelAnforderung ist noch unscharf, Daten sind unbekannt, PilotZahlt bis zum Deckel, auch wenn das Ergebnis dünn bleibtKann über dem Deckel nichts nachfordernWöchentlicher Bericht, Deckel als harte Grenze, Abbruchrecht
Retainer für den BetriebSystem läuft, braucht Pflege, Modellwechsel und AnsprechpartnerZahlt monatlich, auch in ruhigen MonatenMuss Reaktionszeiten halten, auch bei fremden ÄnderungenReaktionszeit in Stunden, Leistungskatalog, Kündigungsfrist

Bei uns ist das Konzept ein Festpreis, weil wir die Daten vorher gesichtet haben. Der Betrieb ist ein monatlicher Betrag mit Leistungskatalog. Der Vertrag steht unter deutschem Recht, die Rechnung kommt in Euro, das Angebot als Nummer im Kundenportal.

05 Warnzeichen

Sechs Warnzeichen in einem Angebot

Keines davon ist allein ein Ausschluss. Zwei zusammen sind ein Grund, noch einmal nachzufragen.

Liefertermin vor der Anforderung

Ein Datum, bevor jemand die Daten gesehen hat, ist geraten. Fragen Sie, worauf die Schätzung beruht.

Referenzen ohne Zahlen

„Erfolgreich eingeführt bei einem Mittelständler“ sagt nichts. Ein Ergebnis hat eine Zahl, einen Zeitraum und einen Kunden, der es bestätigt.

Kein Wort zum Betrieb

Ein Angebot, das mit der Abnahme endet, verlagert das teuerste Jahr auf Sie. Fragen Sie nach Seite zwei.

Alles ist möglich

Ein Anbieter, der keiner Ihrer Ideen widerspricht, hat entweder nicht zugehört oder verkauft Stunden.

Datenschutz als Fußnote

Wenn der Auftragsverarbeitungsvertrag auf Nachfrage kommt und der Speicherort der Modelle unklar bleibt, wird es später teuer.

Der Code bleibt beim Anbieter

Eine Lizenz statt einer Übergabe bindet Sie an den Anbieter. Das kann bei Plattformen in Ordnung sein, muss aber im Preis sichtbar sein.

06 Vergleich

KI-Agentur, Beratungshaus oder Freelancer: fünf Kriterien

Eine offene Gegenüberstellung mit uns in der letzten Spalte. Wo ein anderer Typ besser passt, steht das drin.

KriteriumGroßes BeratungshausEinzel-FreelancerKuroko Labs
VertragsformRahmenvertrag, Tagessätze, VorstudieStundensatz, selten FestpreisFestpreis im Konzept, Betrieb monatlich
Eigentum am CodeMeist ja, oft mit Lizenz auf eigene FrameworksVerhandlungssache, oft ungeregeltCode und Dokumentation gehen mit der Abnahme an Sie
Betrieb nach AbnahmeEigene Betriebsorganisation, hohe MindestpauschaleSolange die Person verfügbar istMonatlicher Betrieb mit Leistungskatalog, dasselbe Team wie im Bau
Referenzen mit ZahlenGroße Logos, Zahlen meist unter VerschlussSelten veröffentlichtDrei Fallstudien mit Zahlen, unter anderem 94 Prozent weniger Aufwand beim ersten Kunden
AnsprechpartnerWechselt mit der ProjektphaseEine Person, ohne VertretungEine Person, mit Vertretung, Vor-Ort-Termine im Großraum München
07 Häufige Fragen

KI-Dienstleister auswählen: häufige Fragen

Was unterscheidet einen KI-Dienstleister von einer normalen Softwarefirma?+
Der Umgang mit Unsicherheit. Klassische Software ist fertig, wenn sie der Spezifikation entspricht. Ein KI-System liefert bei gleicher Eingabe nicht immer dieselbe Ausgabe. Ein KI-Dienstleister hat deshalb Messung, Schwellenwerte und einen Stopp-Mechanismus im Angebot stehen, nicht nur Funktionen.
Was kostet ein KI-Projekt?+
Bei uns beginnen Projekte bei 5.000 Euro, das Erstgespräch und die erste Einordnung kosten nichts. Dieselbe Anforderung kann bei drei Anbietern um den Faktor drei auseinanderliegen, weil jeder eine Zeile im Lastenheft anders liest. Lassen Sie sich Pilot und Betrieb getrennt anbieten und vergleichen Sie den Betrieb.
Wie lange dauert es bis zum ersten laufenden System?+
Länger als die Entwicklung dauert meist die Aufbereitung der Daten. Ein Anbieter, der diesen Posten im Angebot getrennt ausweist, kennt das Problem. Wer vor der Anforderungsklärung einen Liefertermin zusagt, sollte die Grundlage dafür nennen können.
Können wir nur einen Piloten beauftragen?+
Ja. Rechnen Sie aber damit, dass viele Piloten nach der Präsentation liegen bleiben. Fragen Sie vor dem Piloten, wer den Betrieb übernimmt und was der Übergang kostet. Wir übernehmen auch Piloten, die andere gebaut haben.
Gehört uns der Code am Ende?+
Das muss im Vertrag stehen. Üblich ist die Übergabe von Quellcode, Konfiguration und Betriebsanleitung an den Auftraggeber nach Bezahlung. Bei Plattformanbietern bekommen Sie das nicht, dort mieten Sie. Bei uns gehen Code und Dokumentation mit der Abnahme an Sie.
Was passiert nach der Abnahme?+
Das ist die wichtigste Frage im ganzen Auswahlprozess. Modelle ändern sich, Datenquellen wandern, die Trefferqualität sinkt ohne Pflege innerhalb eines Jahres. Klären Sie, ob Betrieb angeboten wird, was er monatlich kostet und wer bei einem Ausfall ans Telefon geht.
Wir haben schon einen IT-Dienstleister. Geht das zusammen?+
Ja, das ist der Normalfall. Die Aufteilung wird beim ersten Termin festgelegt: Wer betreut Netzwerk, Server und Fachanwendungen, wer den KI-Teil. Meist reicht es, wenn der KI-Dienstleister nur den eigenen Teil verantwortet und eine Schnittstelle vereinbart wird.
08 Weiterlesen

Verwandte Themen

Nächster Schritt

Bringen Sie die fünf Festlegungen mit. Wir sagen Ihnen, ob wir in die engere Wahl gehören.

Wenn ein anderer Anbietertyp besser passt, hören Sie das im ersten Gespräch. Wenn wir passen, bekommen Sie die erste Einordnung schriftlich.