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Lokales LLM · Aufbau und Betrieb

Lokales LLM: Daten bleiben im Haus

Viele Firmen haben Cloud-KI per Richtlinie gestoppt, weil niemand sagen kann, wo die Eingaben landen. Ein Sprachmodell auf eigener Hardware beantwortet diese Frage mit dem Aufbau selbst. Die Richtlinie bleibt, wie sie ist.

Läuft im eigenen NetzOffene ModelleAn bestehende Systeme angebundenErstgespräch kostenfrei
0
Übertragungen nach außen
bei vollständig lokalem Aufbau
3
Aufbauarten
lokal, dediziert, gemischt
2
Wochen bis zur Testumgebung
bevor echte Daten hineingehen
1
Server zum Start
erweitert wird nach Bedarf
Lokales LLM
Ein lokales LLM ist ein großes Sprachmodell, das auf eigener Hardware oder in einer fest zugeordneten Umgebung läuft, ohne dass Eingaben an einen externen Dienst gehen. Betriebsdaten verlassen das eigene Netz nicht, was sich mit Richtlinien verträgt, die das Weitergeben von Daten untersagen. Im Englischen heißt derselbe Aufbau LLM on premise.
01 Ausgangslage

Verboten ist selten die KI. Verboten ist der Datenabfluss.

Wer die eigene IT-Richtlinie nachliest, findet meist einen Satz wie: Betriebsdaten dürfen das Unternehmen nicht verlassen. Generative KI wird darin selten genannt.

Es hakt an einer offenen Frage: Wohin geht eine Eingabe, wie lange bleibt sie dort, und trainiert jemand damit? Solange das niemand beantworten kann, bleibt der Antrag liegen.

Läuft das Modell im eigenen Netz, beantwortet der Aufbau die Frage von selbst. Das ist ein kürzerer Weg als eine Verhandlung über die Richtlinie.

48,83 % nennen den Datenschutz
Unter den Unternehmen, die KI erwogen und sich dagegen entschieden haben, nennen 48,83 % Bedenken beim Datenschutz als Grund, 52,52 % unklare Rechtsfolgen. Ein Aufbau, bei dem nichts das Haus verlässt, beantwortet den ersten Punkt mit der Architektur.
Quelle: Eurostat, Use of artificial intelligence in enterprises, Erhebung 2024, veröffentlicht Dezember 2025. ec.europa.eu/eurostat
02 Entscheidung

Cloud oder lokal ist die falsche erste Frage.

Vier Punkte entscheiden, ob ein Aufbau Ihre Richtlinie erfüllt. Stimmen alle vier, tut es manchmal auch ein Cloud-Dienst.

01

Wo wird verarbeitet

Physisch: welches Land, welcher Server. Mit Standardeinstellungen landen Anfragen öfter in einer anderen Region, als man denkt.

RegionRechenzentrum
02

Was bleibt liegen

Eingabeverlauf, Protokolle, Zwischenspeicher. Gelöscht heißt oft nur: an dieser einen Stelle gelöscht.

ProtokolleCacheLöschfristen
03

Wird damit trainiert

Das steht im Vertrag und in den Einstellungen der Verwaltungsoberfläche. Eines von beiden reicht nicht.

VertragEinstellungen
04

Wer kann es belegen

Fragt die Revision nach: Müssen Sie beim Anbieter anfragen, oder zeigen Sie das eigene Protokoll und sind fertig?

RevisionNachweis
03 Aufbau

Drei Aufbauarten für ein lokales LLM

Keine davon ist immer richtig. Es entscheidet, wie heikel die Daten sind und welche Qualität Sie brauchen.

01

Vollständig lokal

Eigene Hardware, eigenes Netz: ein offenes Modell auf einem GPU-Server bei Ihnen, betrieben mit vLLM oder Ollama. Betriebsdaten verlassen das Netz nicht. Die Wahl für Personalakten, Rechtsabteilung und Konstruktionsdaten.

Keine ÜbertragungOffenes ModellHöhere Anfangskosten
02

Dedizierte Umgebung

Eine fest zugeordnete Umgebung in einer EU-Region, vertraglich ohne Training auf Ihren Daten. Aktuelle kommerzielle Modelle bei festem Verarbeitungsort.

Region festKein TrainingHohe Qualität
03

Gemischt

Heikle Daten lokal, allgemeine Texte extern. Eine Regel entscheidet, was wohin geht, und protokolliert die Entscheidung. In der Praxis der häufigste Fall.

WeicheProtokollPraxisnah
04 Vergleich

Was sich gegenüber dem üblichen Aufbau ändert

Dieselbe Funktion, eine andere Antwort bei der nächsten Prüfung.

PunktÜblicher AufbauOhne Datenabfluss
Ablage der DokumenteZusammengezogen in einem externen SpeicherBleiben auf dem eigenen Dateiserver, nur der Index wird gebaut
Transkription von GesprächenAufnahmen gehen an einen externen DienstLäuft auf der eigenen GPU, die Aufnahme bleibt im Netz
ModellAPI eines AnbietersOffenes Modell auf eigener Hardware
SuchindexExterne VektordatenbankIm eigenen Netz, Löschungen erledigen Sie selbst
Frage der RevisionAntwort nach Rückfrage beim AnbieterEigenes Protokoll zeigen, sofort
ModellwechselWenn der Anbieter es entscheidetWenn Sie es entscheiden, mit etwas mehr Aufwand

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05 Offen gesagt

Wann ein lokales LLM die falsche Wahl ist

Wir wollen keinen Aufbau verkaufen, sondern ein System, das läuft. Passt lokal nicht, sagen wir das im Erstgespräch.

Ein Grund bleibt trotzdem oft bestehen: Der Antrag geht durch, und bei der nächsten Prüfung antworten Sie selbst.

Anfangskosten
Ein Server mit einer 80-GB-GPU kostet fünfstellig. Das Geld fällt am Anfang an, kein Monatsbetrag.
Aktualisierung
Ein neues Modell tauscht sich nicht von selbst ein. Das übernimmt Ihr Team oder der Wartungsvertrag.
Qualität
Für lange Schlussketten und feine Formulierungen in mehreren Sprachen sind die großen kommerziellen Modelle besser. Für Suche, Zusammenfassung und Formulare reicht ein offenes Modell.
Angemessenheit
Für öffentliche Unterlagen ist ein lokaler Aufbau zu viel. Da genügt der Cloud-Dienst, geprüft an den vier Punkten oben.
06 Praxis

Sprache bleibt im Haus, seit Monaten im Betrieb

Im Meeting-Projekt läuft die Spracherkennung auf eigener Hardware. Besprechungen enthalten Personalfragen, Preise und Pläne, die noch niemand kennen soll. Sie außerhalb des Netzes zu verarbeiten war keine Option.

Der Abgleich der Namen läuft gegen die interne Mitarbeiterliste. Wer welche Aufgabe übernommen hat, muss niemand außerhalb wissen.

Details stehen in der Fallstudie Meeting-Dashboard. Wie ein mehrsprachiges Wissenssystem aussieht, bei dem Index und Suche im Haus bleiben, zeigt die Fallstudie Wissensagent.

Spracherkennung
Offenes Modell auf der GPU des Kunden, kein externer Dienst.
Namensabgleich
Gegen die interne Liste, im selben Netz.
Index
PostgreSQL mit Vektor- und Volltextsuche auf eigener Hardware.
Übergabe
Handbuch und technische Unterlagen nach EU AI Act.
07 Häufige Fragen

Lokales LLM: häufige Fragen

Unsere Richtlinie verbietet ChatGPT. Ist ein lokales LLM der Ersatz?+
In vielen Fällen ja. Die Richtlinie untersagt meist die Weitergabe von Betriebsdaten und nennt generative KI gar nicht. Läuft das Modell im eigenen Netz, gilt die Richtlinie unverändert weiter. Wir fangen damit an, den Wortlaut gemeinsam zu lesen.
Welche Hardware braucht ein lokales LLM?+
Als Orientierung: Ein Modell mit 7 bis 8 Milliarden Parametern läuft auf einer einzelnen GPU mit 24 GB Speicher, etwa einer RTX 4090 oder einer L4. Modelle um 70 Milliarden Parameter brauchen 80 GB oder mehr, also eine H100 oder zwei kleinere Karten. Für Suche und Zusammenfassung reicht die kleine Klasse. Wir starten mit einem Server und erweitern, wenn die Nutzung es hergibt.
Wie steht es um den Datenschutz?+
Bei vollständig lokalem Aufbau gibt es keine Übertragung an einen Auftragsverarbeiter, also auch keinen Vertrag nach Art. 28 DSGVO für das Modell. Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Löschkonzept und Zugriffsrechte brauchen Sie trotzdem. Die legen wir mit an.
Ist das günstiger als eine API?+
Das hängt vom Volumen ab. Unter einigen tausend Anfragen am Tag ist die API meist billiger, weil die Hardware anfangs fünfstellig kostet und Strom und Wartung dazukommen. Darüber kippt die Rechnung. Bei heiklen Daten zählt der Preis ohnehin weniger als die Frage, ob der Antrag überhaupt durchgeht.
Wie gut sind offene Modelle im Vergleich zu Cloud-Modellen?+
Für die Suche in Unterlagen, Zusammenfassungen und Standardtexte auf Deutsch und Englisch reichen aktuelle offene Modelle. Bei langen Schlussketten, seltenen Sprachen und feinen Formulierungen liegen die großen kommerziellen Modelle vorn. Damit Sie das selbst beurteilen können, bekommen Sie zuerst eine Testumgebung mit Ihren Daten.
Lässt sich das an unsere Systeme anbinden?+
Ja. Dateiserver, Groupware und ERP sind die üblichen Kandidaten. Die Anbindung ist der Teil, dessen Aufwand sich am schwersten schätzen lässt. Deshalb testen wir sie zuerst und bauen das Modell erst danach ein.
Wer wartet das System?+
Modellwechsel, Neuaufbau des Index und Störungsbehebung stehen im Wartungsvertrag. Ziel ist, dass Ihr Team das selbst bedienen kann. Zur Übergabe gibt es ein Handbuch, und wir gehen die Handgriffe mit der zuständigen Person durch.
08 Weiterlesen

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Nächster Schritt

Sagen Sie uns, an welchem Satz Ihrer Richtlinie es hängt.

In dreißig Minuten sagen wir Ihnen, welcher Aufbau durchgeht. Reicht die Cloud, sagen wir auch das.